Interview mit Robert Fischer, Gruppenleiter bei Hermes Germany

24.07.2024

Schichtarbeit gehört zur Logistik wie Lkw und Gabelstapler. Am 24. Juli hat die Schichtarbeit ihren Ehrentag. Wir haben den Tag der Schichtarbeit zum Anlass genommen, um mit Robert Fischer, Gruppenleiter in der Nachtschicht im Logistik-Center Dresden von Hermes Germany, über seine Erfahrungen zu sprechen.

Redaktion: Guten Tag Herr Fischer, vielen Dank, dass Sie sich einen Moment Zeit für unser Interview genommen haben. Beschreiben Sie gerne kurz Ihren Werdegang. Wie wurden Sie zum Gruppenleiter der Nachtschicht?

Robert Fischer: Ich arbeite seit 2009 bei dem Paketdienstleister Hermes und habe mich intern vom Hermes Logistik-Center Graben zum Logistik-Center Dresden versetzen lassen, da meine Frau ein sehr gutes Arbeitsangebot in Sachsen bekommen hat. Weil in unserem Intranet eine passende Stelle ausgeschrieben war, lief das auch sehr unkompliziert und für mich war schnell klar, dass ich auch wieder als Gruppenleiter nach Thiendorf wechseln konnte.

Redaktion: Wie lange arbeiten Sie schon in Schichten?

Robert Fischer: Ich arbeite seit 15 Jahren in der Nachtschicht. Wir haben feste Schichten, sodass diese meine ausschließliche Schicht ist. Anders würde ich es auch derzeit nicht wollen.

Redaktion: Warum funktioniert das Schichtmodell für Sie?

Robert Fischer: Für mich funktioniert das Schichtmodell sehr gut, weil ich so Familie und Beruf besser unter einen Hut bekomme. Meine Frau arbeitet früh, wenn ich noch schlafe, und wenn sie nach Hause kommt, stehe ich auf. Wir haben somit genug Zeit für uns. Und ich will ehrlich sein, die Nachtzuschläge spielen finanziell für unsere Familie natürlich auch eine Rolle.

Redaktion: Welche Routine haben Sie für sich entwickelt, um mit der Schichtarbeit umzugehen?

Robert Fischer: Während andere morgens auf Arbeit fahren, komme ich gemütlich nach Hause. Ich trinke dann noch einen Kaffee und lasse mich kurz vom Fernsehen berieseln, bevor ich mich anschließend bis etwa 15:30 Uhr ins Bett lege.

Redaktion: Was empfehlen Sie jemandem, der neu in die Schichtarbeit einsteigt?

Robert Fischer: Auf alle Fälle ausreichend Ruhephasen und viel Kaffee – kleiner Spaß am Rande. Sehr wichtig sind genügend Schlaf, regelmäßiger Sport und eine relativ gesunde Ernährung.

Redaktion: Wie gut funktioniert die Änderung von Schichtplänen, falls Sie einmal aus privaten Gründen umplanen müssen?

Robert Fischer: Mein Kollege und ich sprechen uns immer ab, das ist auf alle Fälle ein Geben und Nehmen. Wir versuchen immer eine Lösung zu finden und das funktioniert ganz gut.

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